BBW 200x100 Don Bosco Wuerzburg Bildungszentrum 350x25 Caritas-SDB 200x100
Junge Menschen 505x25

DSC07470-1024x684Welcher Beruf passt zu mir? Welcher Beruf ist der richtige für mich?

Eine der wichtigsten Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben ist eine erfolgreiche Berufsausbildung. Junge Menschen mit besonderem Förderbedarf benötigen hierbei eine vielschichtige und ganzheitliche Unterstützung.

Die Hauptaufgabe des Berufsbildungswerks ist die qualifizierte berufliche Ausbildung. Nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung ist das oberste Ziel die Integration der jungen Menschen in den ersten Arbeitsmarkt.

Die Vermittlung realistischer und praxisnaher Ausbildungsinhalte, um die Abschlussprüfung zu bestehen und die Vermittlungschancen in den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen, ist das Kernstück im ganzheitlichen Rehaprozess. Dieses Ziel wird unter anderem durch eine solide Grundausbildung, zusätzliche Praxiselemente durch Betriebspraktikas, auftragsbezogene Kundenaufträge unter Zeitdruck, berufsspezifische Arbeitszeiten und eine hohe technische Ausstattung erreicht.

Folgende Berufe in Ausbildungs- und Produktionsstätten werden im Berufsbildungswerk Würzburg und am Standort „St. Markushof“ in Gadheim angeboten:

Flyer:

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Bäckerei

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Bäcker/-innen und Konditor/-innen sind sogenannte Frühaufsteher und sorgen für Köstlichkeiten wie Brot, Brötchen, Kuchen und weiteres Feingebäck. Neben den Zutaten kommt es auch auf die formale und farbliche Gestaltung der Backwaren an. Mögliche Einsatzgebiete sind Bäckereien, Confiserien und Konditoreien sowie in der Backindustrie. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

 

Baugewerbe

Hochbaufacharbeiter/-innen und Maurer/-innen lernen Wände herzustellen und zu verputzen. Sie arbeiten auf den unterschiedlichsten Baustellen mit unterschiedlichen Steinen und Platten, Werkzeugen und Maschinen. Die Baustelle ist ihr Zuhause. Die Ausbildungszeit beträgt 2 bzw. 3 Jahre.

hochbau

 

Büro- und Kommunikationsservice

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Fachpraktiker/-innen für Bürokommunikation und Kaufmann/-frau für Büromanagement sind Fachleute der mündlichen und schriftlichen Kommunikation. Sie arbeiten zum Beispiel bei Firmen in den Bereichen Industrie, Handel und Handwerk. Oder bei Städten, beim Staat oder bei Verbänden. Sie sind als erste Kontaktperson oftmals sehr wichtig für den guten Eindruck einer Firma. Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.

 

Dienstleistung

Friseure (Friseur/-in) kümmern sich bei Männern und Frauen um eine attraktive Frisur und um ein gepflegtes Erscheinungsbild. Auf ihre Beratung und ihr Können ist Verlass – sie wissen genau, welcher „Schnitt“ der richtige ist. Sie arbeiten hauptsächlich in Unternehmen des Friseurhandwerks, aber auch in Hotels, Kur-/Wellnesseinrichtungen, Beauty-Salons und in Kosmetik-/Haarpflegeeinrichtungen. Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.

friseur

Die Gebäudereinigungsfachkraft hat keinen „Putzberuf“, sondern beschäftigt sich mit vielfältigen Materialien an unterschiedlichsten Orten. Sie hat gute Zukunftsperspektiven und arbeitet in Gebäudereinigungsfirmen, Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen, Industrie, Hotel und Gastronomie und in öffentlichen Einrichtungen. Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.

 

Elektrotechnik
elo

Elektrogerätezusammenbauer/-innen und Nachrichtengerätemechaniker/-innen beschäftigen sich hauptsächlich mit elektronischen Komponenten und bauen Geräte und Systeme zusammen. Sie sägen, biegen, bohren und drehen und beachten besonders die Vorschriften der Unfallverhütung. Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.

Elektroniker/-innen für Energie- und Gebäudetechnik erlernen fundierte Kenntnisse über die Montage von elektronischen Teilen. Sie planen, installieren und warten elektronische Anlagen von Gebäuden und deren Energieversorgung. Auch die Aspekte der Sicherheitstechnik sind von großer Bedeutung. Die Ausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre.

 

Fahrzeugservice

Karosseriebearbeiter/-innen und Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen (Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik) sorgen hauptsächlich dafür, dass ein Fahrzeug nach einem Blechschaden wieder wie „neu“ aussieht. Sie bearbeiten die Karosserie, beulen unter anderem das Blech aus und ersetzen nur das, was wirklich nicht mehr zu reparieren ist. Einsatzgebiete sind vorwiegend in Kfz-Reparatur- und Karosseriebauerwerkstätten oder in Fuhrparkunternehmen. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 bzw. 3,5 Jahre.

karosseriebau

 

Farbtechnik

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Fachwerker/-innen im Maler- und Lackierhandwerk und Maler- und Lackierer/-innen (Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung) setzen mit verschiedenen Farben Akzente – ob in Innenräumen oder an Fassaden, mit Tapeten oder Dekorputz. Sie lernen den Umgang mit bestimmten Materialien, Werkzeugen und gewerbeüblichen Maschinen. Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.

 

Gartenbau

Werker/-innen im Gartenbau und Gärtner/-innen übernehmen vielfältige Arbeiten im Gartenbau, je nachdem wo sie tätig sind. Sie arbeiten drinnen und draußen, auch an wechselnden Orten, bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Folgende Fachrichtungen bietet das BBW Würzburg an:

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Garten- und Landschaftsbau
Außenanlagen, Gärten, Sport- und Spielflächen, Parks und Friedhöfe werden gepflegt. Grünanlagen aller Art werden angelegt – Boden, Holz, Metall und Steine müssen dazu bearbeitet werden.

Zierpflanzenbau
Topfpflanzen, Schnittblumen sowie Beet- und Balkonpflanzen werden in Gewächshäusern und im Freien herangezogen. Neben der Produktion und Vermehrung von Zierpflanzen umfasst die Arbeit auch den Verkauf und die Kundenberatung.

 

Gastgewerbe

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Die Fachkräfte im Gastgewerbe und Hotelfachleute (Hotelfachmann/-frau) haben vielseitige Aufgaben. Für ein Hotel oder Restaurant sind sie quasi die Visitenkarte, da sie direkt mit den Gästen in Kontakt treten und sich um ihr Wohl kümmern. Improvisation ist eine ihrer Stärken. Die Ausbildungszeit beträgt 2 bzw. 3 Jahre.

 

Hauswirtschaft

Fachpraktiker/-innen Hauswirtschaft versorgen unter anderem die Wäsche, reinigen und pflegen Wohn- und Betriebsräume, kennen sich mit der Zubereitung von Speisen und Kuchen aus und sorgen für die Umsetzung von Hygienemaßnahmen. Sie arbeiten in Senioren-, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Krankenhäusern, Tagungshäusern und auch in Privathaushalten. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

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Holztechnik

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Fachpraktiker/-innen für Holzbearbeitung und Tischler/-innen be- und verarbeiten vor allem Holz – aber auch andere Werkstoffe wie Glas, Leichtmetall und Kunststoffe. Sie sind sowohl Handwerker als auch ein wenig Techniker – neben der traditionellen Hobelbank stehen in der Werkstatt einige Maschinen zur Holzbearbeitung. Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.

 

IT-Service

Fachinformatiker/-innen sind Dienstleistungsfachleute, die im BBW Würzburg in zwei Fachrichtungen (Anwendungsentwicklung/Systemintegration) ausgebildet werden können. Anwendungsentwickler sind Spezialisten für das Planen und Programmieren von passgenauen Softwarelösungen. Systemintegratoren sind Spezialisten für das Vernetzen von Hard- und Softwarekomponenten, damit IT-Systeme zuverlässig funktionieren können. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

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Informatikkaufleute (Informatikkaufmann/-frau) beschäftigen sich mit großen Datenmengen, die vor allem im kaufmännischen Bereich anfallen. Sie ermitteln Benutzeranforderungen, planen Anwendungslösungen und kümmern sich um interne/externe Schulungen für die Mitarbeiter eines Unternehmens. Auch die Beachtung des Datenschutzes ist von Bedeutung. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

 

Küche

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Fachpraktiker/-innen Küche und Koch/Köchin bereiten Speisen, Suppen und Soßen vor, stellen Desserts und Kompotte her und übernehmen die Organisation des Kochens für viele Gäste. Sie wissen, was gut schmeckt! Hauptsächlich arbeiten sie in den Küchen von Restaurants, Hotels, Kantinen, Krankenhäusern und in Catering-Firmen, bereiten aber auch Feste und Veranstaltungen vor. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

 

Lagerwirtschaft

Fachlagerist/-innen und die Fachkraft für Lagerlogistik gehen mit Waren, Produkten, Materialien, Bauteilen und Rohstoffen fachgerecht um. Fachlich gesprochen werden Güter umgeschlagen, entsprechend der Lagerordnung sortiert und gelagert. Für den Transport kommen Gabelstapler und Co. zum Einsatz. Die Ausbildungsdauer beträgt 2 bzw. 3 Jahre.

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Servicefahrer/-innen befördern Waren mit entsprechenden Transportfahrzeugen zu Kunden. Sie haben die Route, die Ladung, das Transportfahrzeug und den Kunden immer wachsam im Auge. Die Ausbildungszeit beträgt 2 Jahre.

 

Metalltechnik

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Fachpraktiker/-innen für Metallbau und Metallbauer/-innen können sich im BBW Würzburg in der Fachrichtung Konstruktionstechnik ausbilden lassen. Aus Metall und Stahl werden Fassadenelemente, Fensterrahmen und Schutzgitter sowie Tore und Überdachungen gefertigt. Sie arbeiten in Betrieben der Metallbearbeitung. Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre.

Fachpraktiker/-innen Zerspanungsmechanik und Zerspanungsmechaniker/-innen (Fachrichtung Drehtechnik) produzieren anspruchsvolle, komplexe Dreh- und Frästeile aus Metall und Kunststoff. Sie arbeiten an Werkzeugmaschinen mit Hilfe spezieller Maschinen- und CNC-Programme. Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre.

Die Fachkraft für Metalltechnik kann sich im BBW Würzburg wahlweise in zwei Fachrichtungen (Montagetechnik, Zerspanungstechnik) ausbilden lassen. Sie bearbeiten Metallteile mit unterschiedlichen Verfahren und arbeiten in Betrieben der Elektro- und der metallverarbeitenden Industrie. Die Ausbildungsdauer beträgt 2 Jahre.

 

Verkauf

verkauf

Fachverkäufer/-innen im Nahrungsmittelhandwerk (Fachrichtung Bäckerei und Konditorei) beraten den Kunden über die vielen unterschiedlichen Backwaren. Sie dekorieren einfallsreich und bereiten kleine Köstlichkeiten appetitlich vor, denn das Auge isst mit. Sie arbeiten eng mit dem Bäcker zusammen und sorgen beständig für Nachschub von verlockenden Sachen. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

 

Die Berufspalette der angebotenen Berufe wird in Absprache mit unseren Partnern (Agentur für Arbeit / Kammern und Verbände) jeweils den Forderungen des Arbeitsmarktes angepasst. Entsprechend der sich rasch ändernden politischen und gesetzlichen Vorgaben stehen wir mit dem Aufsichtsbehörden, Ämtern, Verbänden und Betrieben im Austausch. Durch Erarbeitung von neuen, passgenauen Konzepten können wir flexibel und schnell auf den aktuellen Bedarf reagieren.

Die Ausbildung erfolgt nach dem dualen System in den Werkstätten und in der Don Bosco-Berufsschule zur individuellen Lernförderung bzw. an den Regelberufsschulen, bei Bedarf mit MSD (mobilem sonderpädagogischen Dienst).

Alle Jugendlichen des Berufsbildungswerks absolvieren im Laufe ihrer Ausbildung mehrere Praktika in externen Betrieben. Dort haben sie die Möglichkeit, ihre erworbenen Fähigkeiten anzuwenden und die Arbeit in der freien Wirtschaft kennen zu lernen und ggf. bereits Kontakt zu einem möglichen späteren Arbeitgeber zu knüpfen.

Nach bestandener Prüfung vor der jeweils zuständigen Prüfungskommission der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer oder dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AfELF), erhalten die Auszubildenden ein Abschlussprüfungszeugnis bzw. einen Gesellen- oder Facharbeiterbrief.

 


    Frank Nikol

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 0931 4192-235 Nikol Frank

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Leben ist, was dir geschieht, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu schmieden.

- John Lennon

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Neuigkeiten

  • BNP Paribas unterstützt die Caritas-Don Bosco gGmbH Würzburg mit 30.000 Euro Open or Close
    BNP Paribas unterstützt die Caritas-Don Bosco gGmbH Würzburg mit 30.000 Euro

    Ramin und Mohamed beim Auspacken der ersten Die BNP Paribas Banken-Gruppe in Deutschland unterstützt die Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der Caritas-Don Bosco gGmbH Würzburg mit 30.000 Euro für das Projekt „Welcome Package“. Junge unbegleitete Flüchtlinge sagen Danke.

     
    Von diesem Geld werden Willkommenspakete geschnürt und zur Begrüßung jedem neu angekommenen Flüchtling, der in der Zentralen Inobhutnahmestelle Unterfranken ein Zuhause auf Zeit findet, überreicht. Die Spende trägt einen großen Teil dazu bei, den jungen Flüchtlingen gleich bei Ankunft das Gefühl zu geben, in Deutschland willkommen zu sein. Dank der großzügigen Unterstützung von BNP Paribas können 240 „Welcome Packages“ mit einer persönlichen Grundausstattung für junge Menschen angeschafft und übergeben werden – das entspricht in etwa der jährlich benötigten Menge. Die Pakete beinhalten: Schultasche, Kulturbeutel mit Hygieneartikeln, Schreib- und Schulmaterial sowie ein Wörterbuch. Die Jugendlichen sind sehr stolz auf ihre erste eigene Schultasche und sehen diese als sinnbildliche Grundlage für ihre Zukunft und Integration in Deutschland. Besonders freuen sie sich über die ersten Unterrichtsmaterialien.
     
     
    Die Zentrale Inobhutnahmestelle Unterfranken – Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – eröffnete im Oktober 2014. Derzeit leben hier 39 männliche Jugendliche aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Somalia und Gambia im Alter von 15 – 17 Jahren. Trägergesellschaft der Einrichtung ist eine gemeinnützige GmbH, die sich zusammensetzt aus der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos und dem Caritasverband der Diözese Würzburg.
     
    Über BNP Paribas
     
    BNP Paribas ist eine global tätige Bank mit vier Heimatmärkten in Europa. In Deutschland ist die BNP Paribas Gruppe seit 1947 aktiv und hat sich mit 13 Gesellschaften erfolgreich am Markt positioniert. Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von fast 5.000 Mitarbeitern bundesweit an 19 Standorten betreut. Die Gruppe engagiert sich international gegen soziale Ausgrenzung und unterstützt Bildung und Kultur mit einer Vielzahl von Initiativen und Projekten. Dazu zählen die Hilfe in sozialen Brennpunkten, die Vergabe von Mikrokrediten in Entwicklungsländern sowie die Unterstützung karitativer Einrichtungen und sozial tätiger Unternehmen.
  • Fachtagung "Psychische Erkrankung trifft auf Ausbildung" Open or Close

    Flyer Fachtagung 2016Am 9. März findet im „St. Markushof" in Gadheim eine Fachtagung zum Thema "Psychische Erkrankung trifft auf Ausbildung" mit einem Impulsvortrag von Holger Klemm und anschließenden Workshops statt. Leider sind für diese Veranstaltung bereits alle Plätze vergeben.

     

     

     

     

     

     

     

     



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  • Herzliche Einladung zum Don Bosco Fest! Open or Close

    Herzlich Willkommen zu unserem Don Bosco Fest am kommenden Sonntag!

    Don Bosco Fest 2016 2 sdb

  • 3.000 km mit dem Rad durch Europa Open or Close

    2015-08-02 20.36.08Wer den drahtigen 19jährigen Daniel kennt, weiß, dass er ein begeisterter Radfahrer ist und sein schlichter Drahtesel schon einige Kilometer auf dem Buckel hat. Dass er diesen Sommer aber 26 Tage lang alleine mit seinem Fahrrad in Westeuropa unterwegs war und dabei 2851 Kilometer zurücklegt hat, daran hätte im Traum keiner seiner Freunde oder Bekannten gedacht. Was für viele ihr Leben lang ein Traum bleibt, hat er mit einfachsten Mitteln und knappem Budget in die Tat umgesetzt.

    Daniel ist gerade im zweiten Ausbildungsjahr zum Fachlageristen im Caritas-Don Bosco Werk in Würzburg und lebt dort in einer Außenwohngruppe. Von hier aus hat er auch seine Tour geplant – größtenteils alleine. Er hatte nur Google Maps auf seinem Handy, eine Faltkarte von Frankreich und unterwegs Internetzugang an kostenlosen WLAN-Hotspots. Von seinem zusammengesparten Ausbildungsgeld hat er sich einfache Packtaschen, einen Schlafsack und ein kleines Zelt angeschafft und dabei aus Platzgründen auf eine Isomatte verzichtet. Meistens übernachtete er während seiner Reise im Freien: „Ich suchte mir einfach eine weiche Wiese oder legte meine Kleidung zum schlafen unter“.

    Fremde Länder, Menschen und Kulturen faszinierten ihn schon als kleines Kind. Mit fünf Jahren (in einem Alter, in dem sich kleine Jungs für gewöhnlich Spielzeugautos oder Bagger wünschen) wünschte Daniel sich eine Weltkarte und kannte schnell die Hauptstädte der Welt auswendig. Das sollte ihm auf seinem Trip zugute kommen. Als sein Handy mitsamt GPS kurz vor Spanien den Geist aufgegeben hat, fuhr er einfach der Straße und der Karte nach und orientierte sich jeweils an der nächsten großen Stadt. Er ist nur enttäuscht darüber, dass er ab dem Zeitpunkt ohne Handy auch keine Fotos mehr machen konnte. Aber die Eindrücke, die behält er für immer in seinem Kopf. Die kann ihm keiner mehr nehmen.

    Wenn er heute darüber nachdenkt, was er da geleistet hat, findet er es selbst "ein bisschen verrückt". "Ich kann es mir heute gar nicht mehr vorstellen, dass ich das allein geschaftt hab!" Daniel will „in der Welt rumkommen und Leute kennenlernen“. Er genießt das Gefühl von Freiheit, das er hat, wenn er stundenlang allein mit seinem Rad auf der Straße unterwegs ist: „Da kann ich einfach frei sein und kann allen Sorgen und dem Alltag davonfahren“. Einsam gefühlt hat er sich dabei nie, ist er doch jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen beim Einkaufen, am Strand oder unterwegs auf der Straße ins Gespräch gekommen. „Mit Händen und Füßen konnte man sich prima verständigen.“ Viele haben ihn auf sein vollgepacktes Fahrrad angesprochen, ihn seine Wäsche waschen lassen, Essen geschenkt oder bei sich beherbergt. Ein Priester ließ ihn in Italien sogar in einer Kirche übernachten.

    Die Tour startete Anfang August in Neuenburg am Rhein in Baden Württemberg. Von hier aus ging es über den Rhône-Radweg durch Frankreich. Daniel fuhr durch bekannte Städte wie Lyon, überquerte unter anderem das französische Zentralmassiv und kam am siebten Tag am Mittelmeer an. Er erzählt, dass es an den meisten Tagen sehr heiß war (ca. 30 Grad Celsius), er aber auch in ein Unwetter geriet, bei dem man es mit der Angst zu tun bekam. Während einem Gewitter hatte er Unterschlupf in einer einfachen Hütte gesucht und mit angesehen, wie direkt vor ihm mit einem ohrenbetäubenden Knall der Blitz in eine Pinie eingeschlagen hat. Die südländische Hitze hat er gut ausgehalten. Wenn es ihm bei 39 Grad zu heiß war, ist er einfach kurz zum abkühlen ins Meer gesprungen.

    Am zehnten Tag seiner Fahrradtour überquerte er die spanische Grenze. Ab da hatte er sein wichtigstes Souvenir immer sichtbar am Fahrrad: Eine spanische Flagge wehte von da an im Fahrtwind hinter ihm und war häufig der Anlass für Fragen von Unbekannten. So reagierten deutlich besser ausgerüstete Rennradfahrer während der folgenden 17 Tage immer irritiert, wenn sie das einfache Mountainbike mit einer spanischen Flagge sahen.

    Entlang der Mittelmeerküste fuhr Daniel in Richtung Italien. Auf dem Weg kam er an berühmten und reichen Städten wie Cannes und Monaco vorbei und konnte die berühmte Formel 1- Rennstrecke mit seinem Fahrrad abfahren.

    Da er schneller unterwegs war als geplant, erweiterte er seine Reise um einen Abstecher nach Italien und die Schweiz. Vor allem die Schweizer beschreibt er als ein sehr freundliches und aufgeschlossenes Volk. Einer der vielen freundlichen Schweizer, die er unterwegs kennenlernte, schenkte ihm 20 Franken, von denen er sich etwas zu essen und ein original Schweizer Taschenmesser als Erinnerung kaufte.

    Von jeder großen Stadt, die er durchquerte, kaufte er sich eine Postkarte und hat sie seither in seinem Zimmer in seiner Wohngruppe aufbewahrt, um auch Zweifler von seiner weiten Reise zu überzeugen.

    Über die italienische Küstenstadt Savona ging es dann schließlich über die Apenninen wieder zurück Richtung Deutschland. Der für ihn anstrengendste Teil des Weges führte über den Splügenpass (2115m) bei dichtem Nebel und 7° Kälte zurück gen Heimat. Am 26. Tag seiner Reise erreichte er die deutsche Grenze und fuhr schließlich von Lindau aus mit dem Zug wieder zurück nach Würzburg.

    Daniel ist täglich rund 100 km gefahren. Bei den enormen Temperaturschwankungen ist er manchmal an seine Grenzen gekommen oder wenn die Beine vom langen Radeln schwer geworden sind. Als er in Marseille endlos den Berg hoch und runter fuhr, dachte er, dass er „es niemals schaffen würde". Aber sein Ziel war, ans spanische Meer zu kommen und er hat sich durchgebissen und es geschafft.
    Am eindrucksvollsten ist ihm die erste Übernachtung oberhalb von Barcelona im Gedächtnis, als er im warmen Sand unter einer Palme direkt am Meer sein Nachtlager aufgeschlagen hat.

    Beruflich absolviert er gerade ein Praktikum im Lager eines großen Würzburger Elektromarktes, was ihm großen Spaß macht. Im nächsten Jahr möchte er gern noch ein drittes Ausbildungsjahr anhängen als Fachkraft für Lagerlogistik und dann weiter schauen, wie er seine beruflichen Fähigkeiten und sein Interesse an Reisen und Ländern miteinander verknüpfen kann.

    Aber vorher will er nochmal auf große Fahrt. Er schmiedet jetzt schon Pläne für den nächsten Sommer: Diesmal soll die Reise nach Südosteuropa gehen. Mit dem Rad will er Albanien, Kroatien und Montenegro erkunden.

    Sein größter Herzenswunsch ist es, irgendwann einmal die Panamericana (die längste Straße der Welt) von Alaska bis Feuerland abzufahren. Und wer weiß? Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum. Wenn Daniel seinem Lebensmotto treu bleibt, wird eines Tages eine Postkarte aus Feuerland an seiner Pinnwand hängen.

    Text: Thomas Schneider / Susanne Geiger
    Foto: privat

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  • Dem Augenblick Dauer verleihen - Photopoint auf dem Weihnachtsmärktle Open or Close

    Am 28.11.2015 laden wir Sie herzlich dazu ein, unser Weihnachtsmärktle und den dortigen Photopoint-Stand im Zeitraum von 15 bis 18 Uhr zu besuchen. Dort haben Sie die Möglichkeit, sich mit Familie und/oder Freunden zusammen mit einem von mehreren zur Verfügung stehenden Hintergründen ablichten zu lassen. Die Fotos können dann über unsere neue Photopoint-Seite begutachtet und heruntergeladen werden.

    Wir freuen uns auf Sie!

    Link: http://photopoint.bbw-wuerzburg.de

    Weihnachtsmaerktle 2015

TÜV-zertifiziert

TÜV-Zertifizierung

Das BBW Würzburg ist eine nach ISO 9001 vom TÜV zertifizierte Einrichtung

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